Wie sicherst du deinen Nachwuchs finanziell ab?

Frühzeitige Vorsorge lohnt sich. Wir erklären dir, was du dabei beachten solltest und welche Vorteile eine Fondspolice hat

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Lesedauer: 5 Minuten

2022-08-19

Klare Sache: Wenn du für dein Kind oder Enkelkind vorsorgst, bereitest du ihm dadurch einen möglichst guten finanziellen Start im Leben. Nach und nach baust du mit den passenden Geldanlagen ein kleines Vermögen auf: Je früher du beginnst, desto besser. Und der finanzielle Puffer kann dann für Ausbildung, Sprachreise, Führerschein oder sogar für die Altersvorsorge genutzt werden.

Welche Vorsorgeformen gibt es?

Verschiedene Anlageformen eignen sich fürs Sparen: Einige davon sind recht flexibel und risikoarm – zum Beispiel Kinderkonten, Tagesgeld- oder Festgeldkonten. Auf der anderen Seite hast du bei ETF-Sparplänen und Fondspolicen weitaus bessere Renditechancen, das heißt, du kannst deutlich mehr für dein Kind rausholen. Bei gleichzeitig höherem Risiko: Wertschwankungen sind hier nicht untypisch, besonders wenn die Zeiträume (Anlagehorizonte) kurz sind. Auf längere Sicht minimiert sich das Risiko allerdings. Mögliche Verluste kannst du begrenzen, indem du breit gestreut in viele tausende Wertpapiere mithilfe von ETFs investiert.

Welche Vorsorgeform ist am sinnvollsten?

Was die sinnvollste Geldanlage für dein Kind ist, kommt ganz darauf an. Worauf? Auf dein Sparziel, deine Risikobereitschaft und die Laufzeit deiner Anlage. Soll zum Beispiel eine bestimmte Summe für die Ausbildung oder die erste eigene Wohnung deines Kindes zurückgelegt werden? Oder ist dir eine möglichst hohe Rendite für den Vermögensaufbau wichtig?

Auch das Alter spielt eine Rolle: Sparst du für ein Neugeborenes oder einen Teenager? Die Sparzeit variiert hier deutlich. Je nach Anlageform unterscheiden sich Finanzprodukte in Bezug auf Kosten, Flexibilität und Risikolevel. Wie bringst du Klarheit in das Meer an Möglichkeiten? Ganz einfach: Hol dir Unterstützung vom Profi und lass dich beraten. Unser Team empfiehlt dir die geeignetsten Produkte für dein individuelles Sparziel.

Was für Vorteile hat die langfristige Vorsorge für den Nachwuchs?

„Wenn du nicht bereit bist, eine Aktie für zehn Jahre zu halten, solltest du nicht darüber nachdenken, sie für zehn Minuten zu besitzen.“ Das Statement vom legendären Star-Investor Warren Buffet macht klar, dass am Aktienmarkt langfristig gedacht wird. Du willst mehr als zehn Jahre für deine Kinder und Enkel vorsorgen? Dann profitierst du auf lange Sicht vom Wachstum der Aktienmärkte. Zum Beispiel mit einem Kinderdepot oder einer Fondspolice. Das Risiko, einen hohen Verlust zu erleiden, ist in diesem Fall deutlich reduziert. Laut einer Studie des Deutschen Aktieninstituts lag die durchschnittliche Rendite des DAX zwischen 1995 und 2010 bei 7,8 Prozent – trotz Internet-Blase und Weltwirtschaftskrise.

Auch der Zinseszinseffekt tut dem Portfolio vom Nachwuchs gut: Wenn du etwa 200 Euro im Monat auf eine Fondspolice einzahlst, kannst du bei einer durchschnittlichen Rendite von sechs Prozent pro Jahr ein Vermögen von etwa 60.000 Euro aufbauen – und zwar bis dein Kind volljährig wird. Wenn dein Kind dabei bleibt und weiter 200 Euro im Monat anspart, winkt ihm zum Rentenbeginn mit 67 Jahren eine lebenslange Privatrente von ungefähr 8.500 Euro im Monat.

Was kann die Fondspolice für Kinder?

Die Fondspolice ist ein Sparplan im Versicherungsmantel; mit zahlreichen Vorteilen speziell für den Nachwuchs, wenn du langfristig planst und für dein Kind ein Vermögen aufbauen möchtest. Sie funktioniert wie ein Investmentdepot: Jeden Monat legst du einen bestimmten Betrag (deine Sparrate) flexibel in ETF-Fonds an. Es kann auch Geld abgehoben oder hinzugefügt werden. Eine Fondspolice hat drei Vorteile gegenüber einem normalen Depot-Sparplan:

1. Schutz für Versorger:innen

Für den Fall, dass du als Versorger:in verstirbst, werden die Beiträge bis zum 28. Lebensjahr deines Kindes von der Versicherung weitergezahlt. So wird die Vorsorge gesichert.

2. Zusatzbausteine

Du kannst ganz einfach weitere sinnvolle Bausteine hinzubuchen: Eine Krankenzusatzversicherung beispielsweise oder einen Einkommensschutz. Die Krankenzusatzversicherung ergänzt die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen und übernimmt Kosten, die nur teilweise oder gar nicht von der GKV bezahlt werden. So ermöglichst du deinem Kind die passende medizinische Versorgung: vom Einbettzimmer in der Spezialklinik mit Rooming-in-Option (Eltern übernachten kostenlos bei ihrem Kind) zur Chefarztbehandlung und zur Auslandskrankenversicherung.

Ein Einkommensschutz deckt unter anderem den Fall einer Berufsunfähigkeit ab. Für Kinder ab 10 Jahren kann dieser Baustein in der Regel ohne eine Gesundheitsprüfung abgeschlossen werden. Sollte dein Kind für ein halbes Jahr lang ununterbrochen mindestens die Hälfte der Zeit nicht am Unterricht teilnehmen können, entfallen dann die Beiträge für den Sparplan und die Versicherung zahlt die vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente aus.

3. Steuervorteile

Gewinne, die Wert­papiere in einem Depot für Kinder abwerfen, sind nicht steuer­frei: Darauf fallen 25 Prozent Abgeltungsteuer an. Allerdings hat dein Kind Anspruch auf Freibeträge wie den Sparer-Pauschbetrag (2022 sind das 801 Euro) und den Grundfreibetrag (2022: 10.347 Euro).

Mit der Fondspolice ist das anders. Kapitalerträge und die Umschichtung des Portfolios sind von der Steuer befreit, solange kein Geld abgehoben wird. Die private lebenslange Rente im Alter wird nur mit dem sogenannten Ertragsanteil besteuert: Das heißt, wenn dein Kind 65 ist, muss es lediglich 18 Prozent seiner Privatrente versteuern. Auf 1.000 Euro Rente im Monat werden dann bei einem Steuersatz von 45 Prozent 81 Euro Einkommenssteuer fällig, sofern keine anderen Einkünfte vorhanden sind. Bei 8.500 Euro monatlich wären es also nur etwa 688 Euro Steuern. Auch wenn dein Kind eine einmalige Kapitalzahlung statt der monatlichen Rente wählt, sind Steuervorteile möglich.

Wenn du Fragen zu den Vorsorgemöglichkeiten für Kinder hast oder wissen willst, welche Versicherung dir die besten Leistungen für deine Bedürfnisse bietet, beraten wir dich gerne – kostenlos und unabhängig. Wie viel kannst du für dein Kind ansparen? Wir sagen’s dir!

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Autor: Konstantin