Weltfrauentag 2022: Auf Lücke versichert?

Pünktlich zum Weltfrauentag 2022 werfen wir einen Blick hinter die Kulissen: Wie gut sind Frauen heute versichert?

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Lesedauer: 3 Minuten

2022-03-08

Versicherungen sind nicht unbedingt das erste, woran man denkt, wenn es um die Gleichberechtigung von Mann und Frau geht. Doch Sicherheit ist schon immer ein menschliches Grundbedürfnis, ungeachtet des Geschlechts – wir möchten alle mit der Gewissheit leben, dass wir für den Ernstfall vorbereitet sind. Tatsächlich sind die Geschlechter jedoch seit noch nicht einmal 10 Jahren in der Versicherungsbranche gesetzlich gleichgestellt. Genauer gesagt: Erst seit 2012 darf das Geschlecht nicht mehr als Kriterium für die Berechnung des Preises gelten. Gleichberechtigung für Mann und Frau – so das Versprechen. Allerdings sind Frauen nach wie vor schlechter versichert als Männer, die Gender-Insurance-Gap hält weiter an. Aber es gibt Grund zur Hoffnung: Unsere Statistiken in den Jahren 2020 und 2021 haben gezeigt, dass die Lücke kleiner wird. Wie sieht es heute aus?

Gender-Insurance-Gap: Kleine Schritte in die richtige Richtung?

Heute sind 40 % unserer Kund:innen Frauen. Das bedeutet einen Zuwachs an weiblichen Kunden um 3 % im Vergleich zum Vorjahr. In der Altersgruppe der unter 25-Jährigen liegt der Anteil an weiblichen Kundinnen weiterhin bei 46 % – hier wird nach wie vor deutlich, dass sich die Gender-Insurance-Gap besonders durch die jüngeren Generationen zu schließen beginnt, also vor allem unter den Millennials und der Generation Z.

Frauen sind zwar immer noch häufiger die mitversicherte Person bei einer Versicherungspolice, doch die Differenz zwischen den Geschlechtern ist hier stark zurückgegangen. Seit 2021 sind von den mitversicherten Kund:innen 52 % weiblich und 48 % männlich.

Nur eine Versicherung haben mehr Frauen als Männer: die Hundehaftpflichtversicherung – der Frauenanteil liegt hier bei 59 %. Gleichzeitig werden Versicherungen wie beispielsweise die Rechtsschutzversicherung immer noch großteils von Männern abgeschlossen. In unserer Analyse aus dem Jahr 2020 lag die Kaufwahrscheinlichkeit einer Rechtsschutzversicherung bei Männern doppelt so hoch wie bei Frauen. Auch heute sind 67 % unserer Kund:innen mit einer Rechtsschutzpolice männlich.

Außerdem hat sich im Vergleich nicht geändert: Die Wahrscheinlichkeit, dass Frauen einen Schaden verursachen beziehungsweise melden, ist deutlich geringer. So kamen nur etwa 40 % aller Schadensmeldungen im Jahr 2021 von weiblichen Kunden. Letzten Endes sind Frauen also weniger abgesichert, obwohl sie sogar weniger Schäden melden.

Unser Ansatz – mobiles Versichern ist faires Versichern

Während die Bereitschaft vorhanden sein muss, sich mit Finanzen und Versicherung proaktiv auseinanderzusetzen, hängt auch viel mit dem Angebot auf dem Markt zusammen. Wo fängt man an? Hier kommt Getsafe ins Spiel. Durch unseren mobilen und digitalen Ansatz machen wir Versicherung zugänglicher, transparenter und fairer. Vor allem aber möchten wir mit der Getsafe App jungen Leute eine simple Informationsquelle bieten, um sich versicherungstechnisch gut aufzustellen und sich direkt mit dem auszustatten, was sie brauchen.

Mehr Informationen dazu, wie sich die Gender-Insurance-Gap entwickelt hat und wie wir bei Getsafe dagegen vorgehen, könnt ihr in unserem Artikel zum Weltfrauentag 2020 nachlesen.

Noch ist der Kampf um die Gleichberechtigung der Geschlechter nicht gewonnen – auch was die finanzielle Absicherung betrifft. Doch die Daten weisen ja auf einen positiven Trend hin: Frauen nehmen ihre Finanzen immer mehr selbst in die Hand und bieten der Gender-Insurance-Gap die Stirn.

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Autor: Elisabeth