Private Krankenversicherung: Was du schon immer wissen wolltest

Lohnt sich für dich ein Wechsel in die private Krankenversicherung? Mach hier den Check

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Lesedauer: 5 Minuten

2022-08-30

Privat versichern dürfen sich alle, die verbeamtet, selbstständig oder freiberuflich tätig sind, sowie Studierende. Auch für Angestellte ist der Wechsel ab einem bestimmten Einkommen möglich. Mit einer privaten Krankenversicherung stehen dir umfassendere medizinische Leistungen in vielen Bereichen zur Verfügung. Wann die PKV die beste Wahl ist, erklären wir dir in diesem Artikel.

Für wen ist die private Kran­ken­ver­si­che­rung sinnvoll?

Die private Krankenversicherung (PKV) lohnt sich vor allem dann, wenn du diese Kriterien erfüllst:

Du verdienst gut

Wenn du gut verdienst und dir sicher bist, dass du auch langfristig ein hohes Einkommen haben wirst, solltest du über einen Wechsel in die PKV nachdenken. Wichtig: Wenn du Familie hast, kommen deren Beiträge obendrauf. Prüfe daher, ob du dir die Beiträge auch in Zukunft leisten kannst – selbst im Ruhestand. Für alleinstehende, gutverdienende Angestellte und Verbeamtete rentiert sich die PKV meistens. Bei Selbstständigen kommt es ebenfalls auf das Einkommen an.

Du bist gesund

Um in die private Krankenversicherung aufgenommen zu werden, ist eine Gesundheitsprüfung nötig: in Form eines Fragenkatalogs. Das liegt daran, dass die Anbieter wählerisch sind – sie wollen möglichst gesunde Menschen versichern. Vorerkrankungen sind häufig schwierig, denn sie verursachen höhere Kosten für die Versicherungen und somit auch höhere Beiträge.

Du bist unter 40

Die Beiträge für die PKV steigen mit dem Alter an – erwartungsgemäß steigt auch der Bedarf nach medizinischer Versorgung proportional. Um den Anstieg in einem erträglichen Rahmen zu halten, wird mit einem Teil deines Beitrags ein Puffer gebildet: die sogenannten Altersrückstellungen. Damit das gut funktioniert, sind lange Zeiträume besser als kurze. Dann helfen Zins und Zinseszins beim Aufbau dieses Puffers. Wenn du nur kurz privat versichert bist oder erst spät in die PKV eintrittst, ist dein Gesamtbeitrag höher, weil ein größerer Teil davon fürs Alter gespart wird.

Welche Versicherung ist für deine berufliche Situation die beste?

Ob du selbstständig oder angestellt bist oder gerade studierst, die PKV ist nicht nur attraktiv, wenn du gut verdienst. Hier siehst du, was je nach Berufsgruppe gilt und welche Anbieter empfehlenswert sind.

Angestellte:

Verdienst du überdurchschnittlich viel, dann profitierst du mit einer PKV. Denn wenn du gesetzlich versichert bist und mit deinem Gehalt über der sogenannten Bemessungsgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung liegst, musst du den Höchstsatz an Beiträgen in der GKV bezahlen. 2022 liegt die Grenze bei 58.050 Euro im Jahr oder 4.837,5 Euro im Monat brutto. Mit einer PKV kannst du die Beiträge nachhaltig senken. Als Angestellte:r bist du bei diesen Versicherern gut aufgehoben: ARAG, Signal, Hansemerkur, Allianz und Ottonova.

Selbstständige:

Für Angestellte zahlen die Arbeitgeber die Hälfte des Beitrags an die gesetzliche Krankenkasse. Bist du aber selbstständig, musst du selbst für den gesamten Betrag aufkommen. Es kann daher sein, dass du in der gesetzlichen mehr zahlst als in der privaten Krankenversicherung. Deshalb empfiehlt es sich, einen Kostencheck zu machen. Die besten Versicherer für Selbstständige sind: Continentale, Hansemerkur, Signal, ARAG sowie Ottonova.

Verbeamtete:

Alle, die eine Verbeamtung anstreben oder bereits verbeamtet sind, können grundsätzlich frei wählen zwischen PKV und GKV. Die PKV lohnt sich für die meisten mehr, denn: Verbeamtete erhalten für die private Krankenversicherung eine Beihilfe, die mindestens 50 Prozent der Kosten übernimmt. So ist dann nur noch eine Restkostenversicherung nötig, die besonders günstig ist. Bei diesen Versicherern bist du gut aufgehoben: Signal, DBV und Bayerische Beamtenversicherung (BBV).

Studierende:

Wenn du studierst, genießt du Versicherungsfreiheit – du kannst dich also entweder gesetzlich oder privat versichern. Häufig kannst du in der Familienversicherung deiner Eltern bleiben. Möchtest du aber in die PKV wechseln, musst du dich für die Dauer deines Studiums von der GKV-Pflicht befreien lassen. Das lohnt sich vor allem dann, wenn deine Eltern verbeamtet sind – du profitierst dann nämlich von bis zu 80 Prozent Beihilfe. Die besten PKV-Versicherer für Studierende sind: Signal und Nürnberger.

Welche Leistungen deckt die PKV über Getsafe ab?

Deine Gesundheit soll immer gut geschützt sein. Deshalb kannst du unabhängig davon, für welchen Versicherer und Tarif du dich auch entscheidest, immer sicher sein, dass diese Kosten abgedeckt sein werden:

  • Ambulante Kosten
  • Stationäre Kosten
  • Zahnärztliche Kosten
  • Krankentagegeld
  • Pflegetagegeld
  • Auslandsreisekosten
  • Etwaige Wahlleistungen

Kann ich die bereits bestehende PKV einfach so wechseln, wenn der Beitrag erhöht wurde?

Dein PKV-Beitrag wurde plötzlich erhöht und du möchtest aus diesem Grund den Versicherer wechseln? Kein Problem, du hast in diesem Fall sogar ein Sonderkündigungsrecht und kannst deinen bestehenden Vertrag innerhalb eines Monats kündigen.

Kann ich die PKV zu Optimierungszwecken wechseln?

Eine weitere Möglichkeit zum Wechseln besteht auch, wenn du mit den vereinbarten Leistungen unzufrieden bist und hier etwas optimieren möchtest. Dabei musst du aber beachten, dass du deine Versicherung zum Ablauf des Versicherungsjahres kündigst. Deshalb nicht vergessen: Reiche die Kündigung bis zum 30.9. bei deinem Versicherer ein.

Was passiert in einem Beratungsgespräch bei Getsafe?

In deinem Beratungsgespräch mit uns dreht sich alles um dich und deine Bedürfnisse! Wir erfassen deinen persönlichen Bedarf und beraten dich ausführlich zu deiner PKV. Wir zeigen dir alle Vor- und Nachteile sowie die Unterschiede in den einzelnen Systemen auf und nehmen uns Zeit für deine Fragen.

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Autor: Getsafe